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ARTIKELARCHIV
Quelle: Jeversches Wochenblatt, Rubrik: Aktuell, Ausgabe vom 09.02.2010
Nach einem erfolgreichen Jagdjahr wurde gefeiert
Hegering Wangerland hatte zum Jägerball eingeladen
Hohenkirchen/js – Beim Jägerball des Hegerings Wangerland am Sonnabend in Hohenkirchen gab es ein kleines Jubiläum: Die Bläsergruppe des Hegerings besteht seit nunmehr 30 Jahren und spielte seitdem immer bei den Bällen auf. Zwar habe die Gruppe bereits im Jahr 1979 „angefangen zu üben“, sagte Karl-Heinrich Müller in seiner Begrüßungsrede. Aber, so der stellvertretende Hegeringsleiter weiter: Ihren ersten Auftritt hatten die Bläser erst beim Jägerball 1980. Erster musikalischer Leiter des Bläsergruppe war Ehnste Lauts, dessen Sohn Gerold heute das Ensemble führt. Müller bezeichnete die Gruppe als „Aushängeschild“ des Hegerings Wangerland. Auch freut sich der stellvertretende Hegeringsleiter darüber, dass sich die Jagdhornbläser um den musikalischen Nachwuchs keine Sorgen machen brauchen, da die Jugendarbeit besonders großgeschrieben wird. Vor knapp 200 Ballgästen in der Event-Halle des Dorfes Wangerland sprach Müller von einem sehr erfolgreichen und erfreulichen Jagdjahr 2009. Das gilt auch für die Hegearbeit im Revier und für die teilweise guten Niederwildstrecken. Auch freute sich der Jäger über die sehr guten Ergebnisse bei den Schießwettkämpfen auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Der stellvertretende Hegeringsleiter wies auf die Bemühungen im Bereich der naturpädagogischen Arbeit hin. So beteiligt sich der Hegering Wangerland an den Ferienpassaktionen der Gemeinde und unterstützt die Grundschulen Hohenkirchen und Tettens bei der Ausstattung von Schauvitrinen mit Unterrichtsmaterial für den naturkundlichen Unterricht. Müller kündigte an, dass beide Schulen im Frühjahr einen Projekt-Materialkoffer zum Thema „Lernort Natur“ erhalten werden. Gleichzeitig mahnte der Redner eine nachhaltige Verbesserung der Wildlebensräume an. Mit dem Wegfall von Brachflächen fehlten dem Wild wichtige Deckungs- und Einstandsflächen. „Hier sind Landwirte, Jagdgenossenschaften und Jäger gemeinsam gefragt“, so Müller. Seiner Meinung nach lassen sich durch Ortskenntnis und Kreativität der Beteiligten die Lebensräume in der Agrarlandschaft strukturreicher gestalten: „Unser Wild aber auch zahlreiche andere Tierarten wie Schmetterlinge, Bienen und Singvögel werden es uns danken.“ Noch einmal zum Thema Jagdhornbläser. Deren Signale dienen bekanntlich nicht nur der Unterhaltung, sondern übermitteln auch Informationen und sorgen so nicht nur bei der Jagdausübung für Verständigung. Auch beim Jägerball hatte der wangerländische Jagdhornbläserchor das passende Stück parat. Bevor die Band „Roundabout“ zum Tanz aufspielte, ertönte das Signal „Zum trinken“, das die Bläser mit einem kräftigen „Prost!“ beschlossen.