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ARTIKELARCHIV
Quelle: Jeversches Wochenblatt, Rubrik: Tagesthema, Ausgabe vom 09.02.2010
Jobcenter hat Zukunft
Erleichterung über Koalitionseinigung
Jever/hbu – Viele Monate der Ungewissheit haben für die Mitarbeiter im Jobcenter Friesland in Jever ein Ende. Mit der Entscheidung der CDU/FDP-Regierungskoalition für eine Änderung des Grundgesetzes hat die Einrichtung wieder eine gesicherte Zukunft. „Endlich hält die Vernunft Einzug“, kommentierte Frieslands Landrat Sven Ambrosy gestern die Einigung von CDU/CSU und FDP, die mit Unterstützung der SPD die Verfassung so ändern will, dass der Bund und die Kommunen auch gemeinsam Aufgaben wahrnehmen dürfen. Das Modell der Arbeitsgemeinschaft, wie es im Jobcenter Friesland mit den beiden Standorten in Varel erfolgreich praktiziert wird, kann damit fortbestehen. Allerdings prüft der Landkreis Friesland nach Angaben Ambrosys auch die andere Möglichkeit, nämlich die „Option“ zu wählen und das Jobcenter ganz und gar in kommunale Regie zu übernehmen. Ein entsprechender Kreistagsbeschluss von Dezember 2008 ist nach wie vor gültig, soll am 16. Februar im Sozialausschuss noch einmal vor dem Hintergrund der neuen Entwicklung diskutiert werden. Vorteil der „Option“ wäre, mehr Entscheidungen hier vor Ort treffen zu können und vom Zentralismus der Bundesagentur für Arbeit unabhängig zu sein. Der Fortbestand der Arbeitsgemeinschaft hingegen wäre die einfachere Lösung: „Es ist alles etabliert, wir kriegen endlich Ruhe rein und müssen kein Geld für Umorganisation in die Hand nehmen“, so Ambrosy, doch: „Egal welche Lösung am Ende kommt, wir brauchen dafür alle Mitarbeiter“, bemühte sich der Landrat gestern gleich, jegliche weitere Unsicherheit von den Leuten im Jobcenter zu nehmen, die teils vom Landkreis Friesland, teils von der Agentur für Arbeit kommen.